Veranstaltungsteilnehmer waren WEB

12. Februar 2014 | Von | Kategorie: Allgemeines, Medien, News, Prävention

 

Meppen. Rund 100 interessierte Besucher informierten sich bei der gestrigen Veranstaltung „Ich bin dann mal WEB!“ in der Meppener Koppelschleuse über die die Chancen aber auch Risiken, die uns im Alltag mit den neuen Medien begegnen. In den letzten 10 bis 15 fand in der Informationstechnologie eine enorme Entwicklung statt, mit der die Kinder und Jugendlichen von heute wie „ganz natürlich“ aufwachsen. Hingegen kommen besonders die älteren Mitmenschen nicht ganz so schnell mit. Da braucht es Veranstaltungen wie diese, die nicht den Teufel an die Wand malt, sondern mit vielen Informationen aufklärt.

 

Nach den begrüßenden Worten des Landrats Reinhard Winter machte unter den Gastrednern Moritz Becker von Smiley e.V. aus Hannover den Anfang. In seiner Vortragsart hielt der Familienvater dem anwesenden Plenum auf komödiantische Weise den bekannten Spiegel vor. Mit seiner frisch erheiterten Vortragsweise schuf Becker einen grandiosen Auftakt in eine breitgefächerte Informationsveranstaltung mit vielen Dialogen, sowie unterschiedlichen Vorträgen und Wortshops.

 

Darauf bauten u.a. das Präventionsteam der Polizei auf. So klärten Denise Linke und Hartmut Bruns von der Polizeiinspektion über die rechtliche und strafrelevante Seite des Onlineverhaltens auf, aber auch, über die richtigen Verhaltensweisen im Internet. Sie zeigten mahnten an, nicht zu viele Informationen im Internet über sich  Preis zu geben. Ebenfalls das vermehrt auftretende Phänomen des Cybermobbings sprachen die Präventionsbeamten an. Zur selben Zeit sprachen Mandy Hermeling und Kerstin Kremer vom Deutschen Kinderschutzbund e. V. über die Ursachen und präventiven Maßnahmen im Zusammenhang mit Cybermobbing. Alles rund um das Thema Daten, Datensicherheit und deren Einschränkung erörterte Michael Brendel, Studienleiter Medien im Ludwig-Windthorst-Haus Lingen. Hierzu zeigte er den Zuhörern auf, was dieses mit der aktuellen Diskussion rund um die amerikanische National Security Agency (NSA) zu tun hat.

 

Neben den Informationen wurden auch praktische Möglichkeiten der Medienpädagogik vermittelt. So stellte Mia Guttmormsson die Arbeit des Vereins Blickwechsel e. V. vor und referierte über die Fotografie mit Kindern, sowie die Erstellung von Trickfilmen. Hierzu ließ sie auch die Teilnehmer der Vorträge die gelernten Bausteine direkt umzusetzen, um die Pädagogen nachhaltig in den beiden Bereichen zu schulen. So schwärmten die Vortragsteilnehmer mit Digitalkameras aus, fertigten Bilderrätsel an und erarbeiteten mit Hilfe von Filmbearbeitungsprogrammen eigene Trickfilme anhand geschossener Foto.

 

Auch ein Thema auf der Veranstaltung war der Themenkomplex Sucht. Wie bei Tabakwaren, Alkohol und Glücksspielen, kann die Nutzung von neuen Medien suchatartige Formen annehmen. Über die genaue Definition der Sucht, Erkennungsmerkmale und therapeutische Möglichkeiten berichteten Nico Bergmann von der Fachambulanz für Suchtprävention und Rehabilitation des Caritasverbandes, sowie Markus Teepke von der Diakonie – Fachambulanz Sucht im Emsland.

 

Zum Ende der Veranstaltung sprach Jens Wiemken von der Niedersächsischen Landesmedienanstalt über „Sexting, Happy Slapping, Mobiles Bullying – Probleme im Umgang mit Handys und Smartphones“. Damit spannte der Redner auch einen Bogen zum  Impulsreferat von Moritz Becker. So endete eine runde Informationsveranstaltung, aus der alle Teilnehmer viele nützliche Informationen mit auf ihren Heimweg nahmen.

 

Fotos:  Fotogalerie

 

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